Dienstleistungsangebot Schuldenbereinigung

Schuldenbereinigung durch
das Privat- bzw. Regelinsolvenzverfahren

Oft annonciert, doch...
Insolvenzverfahren in England
oder Frankreich → mehr

Jeder redliche Schuldner hat seit 1994 die Möglichkeit, mit Hilfe der Insolvenz-Ordnung (InsO) wieder schuldenfrei zu werden, um sich einen wirtschaftlichen Neuanfang zu schaffen.

Die Verfahrensdauer bis zur Erteilung der „Restschuldbefreiung“ dauert in der Regel sechs Jahre. Hat der Schuldner in dieser Zeit seine Obliegenheiten erfüllt, so wird er restschuldbefreit. Die Restschuldbefreiung wirkt gegen alle Gläubiger, die einen z. Zt. der Eröffnung des Insolvenzverfahrens begründeten Vermögensanspruch gegen den Schuldner hatten, auch wenn sie ihre Forderung nicht zur Insolvenztabelle angemeldet hatten.

Ausgenommen von der Restschuldbefreiung sind allerdings Verbindlichkeiten aus einer vorsätzlich begangenen, unerlaubten Handlung, aus Geldstrafen, Geldbußen, sowie Zwangs- u. Ordnungsgeldern.

Zu den zu erfüllenden Obliegenheiten während des Insolvenzverfahrens gehört, um Restschuldbefreiung zu erhalten, u.a., dass der Schuldner falls er Einkommen erzielt, dessen pfändbaren Teil, an einen Treuhänder zur Verteilung an die Gläubiger abführt.

Die Pfändungsfreigrenzen betragen zur Zeit:

bei Alleinstehenden1.179,99 €
bei Alleinverdienenden mit nichtarbeitendem
bzw. geringfügigbeschäftigtem Ehepartner
1.629,99 €
bei Alleinstehenden mit nichtarbeitendem,
bzw. geringfügig beschäftigtem Ehepartner
und einem Kind
1.869,99 €

Bei Selbständigen richtet sich das pfändbare Einkommen im Insolvenzverfahren nicht nach dem wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens, sondern nach dem hypothetischen Einkommen aus einem, seinem gelernten Beruf angemessenen Dienstverhältnis. Wäre der Schuldner z.B. gelernter Einzelhandelskaufmann, so würde die Vergütung eines Verkäufers, also ca. 1.300,00 € netto zugrunde gelegt werden.

Bei einem Alleinstehenden müssten dann 120,01 € für die Gläubiger abgeführt werden.

Würde er jedoch aus unternehmerischer Tätigkeit 1.500,00 € netto erzielen, so würden diese zusätzlichen 200,00 € nicht zum Einkommen zählen und es bliebe bei einem abzuführenden Betrag in Höhe von 120,01 €. Ist ein erzieltes Einkommen aber geringer als die fiktiven 1.300,00 €, so bleibt es bei einem pfändbaren Einkommen von 1.300,00 €.

Für Arbeitnehmer, Empfänger von Versorgungsleistungen, Rentner, Pensionäre u. ehemals Selbständige (die nicht mehr als 19 Gläubiger haben), kommt das Verbraucher-Insolvenzverfahren in Frage.

Selbständige durchlaufen das Regelinsolvenzverfahren.

Das Verbraucherinsolvenzverfahren ist ein mehrstufiges Verfahren das der Schuldner nicht alleine durchführen kann. Er muß sich dazu einer geeigneten Person oder Stelle bedienen. „Geeigneten Personen“ für die Beratung der Schuldner sind aufgrund ihres Berufes Rechtsanwälte, Notare, oder Steuerberater. Als „geeignete Stelle“ kommen die öffentlichen oder von den Trägern der freien Wohlfahrtsverbände eingerichteten Schuldnerberatungsstellen in Frage.

Mein Angebot zur Mandatsübernahme richtet sich an Schuldner, die den langwierigen Weg über die Schuldnerberatungsstellen vermeiden wollen oder nicht in deren Klientel fallen.

Gebühren

Für die Bearbeitung des außergerichtlichen Schuldenbereinigungsplanes und des Insolvenzantrages bis zur Eröffnung bei Gericht:

bis zu 5 Gläubigern470,00 €*
bis zu 10 Gläubigern585,00 €*
bis zu 15 Gläubigern705,00 €*
bis zu 25 Gläubigern940,00 €*
bis zu 40 Gläubigern1.055,00 €*
über 40 Gläubiger1.250,00 €*

* zzgl. 19% USt. auf alle Gebühren

Die Gebühren müssen allerdings bis zur Antragstellung bei Gericht vollständig bei mir eingezahlt sein, es sei denn eine von Dritten verbürgte Ratenzahlungsvereinbarungen wird abgeschlossen.

Optional für die Arbeit als Verfahrensbevollmächtigter

Ab Eröffnung des Insolvenzverfahrens, d.h. als Ihr Vertreter gegenüber dem Insolvenzgericht und dem Insolvenzverwalter in Ihrem Insolvenzverfahren:

125,- € zzgl. 19% USt. jährlich. Die Gebühren werden vierteljährlich fällig.

Bei Interesse nutzen Sie bitte mein Kontaktformular.

Insolvenzverfahren in England oder Frankreich

Ein Insolvenzverfahren im Ausland soll gut durchdacht und die vorhandenen persönlichen Voraussetzungen geprüft und kritisch bewertet werden.

In beiden Ländern ist der Zeitraum bis zur, auch in Deutschland anerkannten, Restschuldbefreiung kürzer, aber die Hürden sind hoch.

In England sind eine Schuldenhöhe von 20.000 Pfund und eine komplette und nachgewiesene Zahlungsunfähigkeit Voraussetzung.

Dazu muss in beiden Ländern meist bereits sechs Monate vor dem Insolvenzantrag die Verlegung des Lebensmittelpunkts in das gewählte Land nachgewiesen werden. In Deutschland darf ein Insolvenzverfahren nicht bereits beantragt worden sein.

Zu den erforderlichen Nachweisen gehören die Anmeldung beim Einwohnermeldeamt, Verträge und Belege über die Zahlung von Wohnungsmiete, Strom, Telefon und meist auch sonstige zum normalen Leben gehörende Ausgaben. In Frankreich muss auch die Herkunft der, zwingend in Frankreich erworbenen Mittel zum Lebensunterhalt nachgewiesen werden. In England muss der Nachweis über vorhandene Mittel zur Bestreitung der Kosten des Verfahrens nachgewiesen werden. Wegen des in der Vergangenheit vermeintlichen Missbrauchs überprüfen die Gerichte in beiden Ländern von Ausländern gestellte Insolvenzanträge und die Einhaltung der Voraussetzung „Verlegung des Lebensmittelpunktes“ in den Antragsstaat besonders kritisch.

Diese Anforderungen und dazu die Hürde der korrekten Stellung der gerichtlichen Anträge zum Insolvenzverfahren zeigen, dass nur mit sehr guten Sprach- und Landeskenntnissen diese Hürden zu meistern sind. Im Regelfall bedeutet dies, dass Interessenten, neben den Kosten für das gerichtliche Insolvenzverfahren und die Miete, auch die Kosten der örtlichen Anwälte, für Übersetzter und Vermittlungs- Betreuungsagenturen aufbringen müssen. Allein die Kosten für die Letzteren können sich im Bereich von 3.000,- bis 10.000,- Euro bewegen.

Letztlich bedeuten all diese Umstände, dass nur Schuldner mit einer sehr hohen Schuldsumme und im Hintergrund ausreichend vorhandene Finanzmittel auf diesem Weg ein Insolvenzverfahren mit Restschuldbefreiung erreichen können.

Ihr Rechtsanwalt Teichmann